Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Samstag, 1. Juni 2013

Kolumbien, das Land von Kokain, Kanabis und Kackhüüfe?


endlich hend mir üsen erste Adler troffe


Cartagena

Schnell hend mir gmerkt, dass es Backpacker-Läbä nünt für üs isch. Zu viel Reisendi, zu viel Lärm, zu viel Droge und vor allem zu viel Gestöhne us de Dorms (und zwor so richtig luuts gestöhne), und was au immer. Scho noch nur einere Nacht hend mir üs sehnlichst noch em Boudi gsehnt.  Mir hend üs au immer wieder gfroged, was eigentli die Backpacker-Touriste so machäd de ganz Tag. dHelfti vom Hostel sind fascht de ganz Tag vor em Computer ghocked. Erst gegä Obed gönds den in Usgang und betrinked sich. Also nid dass da schlächt isch oder so, aber so gsehnds jo gar nünt vom Land? Naja, jedem das seine.
Mir sind uf jedefall grad am morge noch üsere Akunft in Kolumbie es schöne Altstädli go aluägä. Und es isch würkli sehr sehr schön. Es hät renovierti Altstadthüser und den no so halb verfalleni. Es hät än ziemliche scharm da Cartagena. Au wänns vilicht nid ganz ad Altstadt vo Schaffuuuse ane chunnt, hend mir üs trotzdem ganzi 4 Stund ufghalte dört :) . Das heisst au, dass mir schowieder 4 Pünkt gsammlet hend für die Wuche. Am Nomittag hend mir üs den au chli vo de PC ghäängt und alli Infos für dWiiterreis abäglade. Und schwups ischs au scho wieder 7i gsi und ziit zum go ässä.
Mir sind chli dur dStrosse vom Backpackerquartier zoge und hend üs e feins Empenada gönnt. Also eigentli nur dTina, will de Marco immerno mit sinere Octopuss-Vergiftig kämpft het. So chli wie die Stadt isch, hemmer den au no grad üsi Bootsfründe wieder troffe und no eis , 2 , 3 Bierli trunkä. So wiä sichs halt au ghört.

Die nögste 2 Täg hend mir den no dNeustadt in agriff gno und dFestig wo grad um de Egge glägä isch. Naja, alläs guät und rächt gsi, aber mir hend schlussendli nümm gwüsst was mir mit de wiitere Täg söläd aastelle womor no ohni Boudi müänd uscho. Aber mir hend den no 2 Schwiizerinner kenne glernt und no viel mit ihne pläuderlet. Und den sind jo au no die 2 Brasilianer zu üs is Hostel cho, und dZiit isch irgendwiä vergange.

Wie ihr merked, isch bi üs nid immer voll was los, aber und zuä chas halt au mol chli langwiiiliger werde.

dProzedur zum de Boudi us em Gfängis zbefreie isch en rächtä Chrampf gsi, und mir sind sau froh, chönd üsi Containerpartner so guät spanisch.

Gottefroh sind mir i üsen Boudi gstiege und miteme riese Smile richtig Norde gfahre. Befors richtig Süde goht, wemmer jetzt nämmli zersch no an nördlichste Punkt vo ganz Südamerika.





Kolumbien, das Land von Kokain, Kanabis und Kackhüüfe?

Mir sind bis am obed am 10i richtig Santa Marta gfahre und hend den üses Zelt ufeme schöne grosse Parkplatz ufgschlage. De Secutity Maa het den no recht lang mit üs pläuderlet bis mir todmüäd is Bett gheit sind. I de Nacht het sTindli den müäsä ufs WC und isch über us em Zelt gstige. Irgendwie het Sie den de Ring anere Schruube iighengt und isch abägheit. Churze Schmerz und en Ring hät tönt wiänor am Bode gheit isch. Sie hät den mol recht gschraue, so dass de Marco verwached isch und den het Sie ihren Finger agluägäd...... De bsorgt Marco hät no gfroged öb alles in Ornig seg... Tina hät nu no gseit alläs okee nid schlimm und denn isch sie in Ohmacht gheit. De Marco natürli wie de blitz zum arme Tindli grennt und Sie pflegt. Tina hät den irgendwenn mol is Hösli brünzled (Sie het jo so dringend müäsä ufs Klo) und dummerwiis het sie den grad au no en Kackhuuufe anegsetzt. Und zwor nid nu so än chline, sondern so als het sie sit 2 Wuche nid chönä schiesse! De arm Marco häts fasch gsträhläd wonor da gsh hät. Und da klein Tina jo immerno so halbtod dooglägä isch hät är no müäsä ihres Füdlä butze, und das het so usgseh: Er hät ä Gallone Wasser gholt und immerwider as Füdli anegsprützt und zwüscheddure mit ihrne Trainerhose abbutzt wa gange isch. Irgendwenn isch den Tina mol wieder im Stand gsi zum ufhocke und de Marco hät ihre de Finger verarzted. Shät jo ä Saniät 200 meter äwäg gha, aber Tina hät nid wele goh.... Irgendwie het de Marco sverschissne Tindli den wieder is Bett uä brocht und beidi hend probiert wiiterschlofe. Nu leider hät Tina so mega Schmärze gha, dass Sie noch numä 15 Minute het müäsä Chötzle. De Herr Doktor Marco Stamm hät grad no möge de Riisverschluss ufmachä, das au joo nünt is Zelt iä tröpflet......Irgendwenn het den dTina luut aafange lachä und gseit: Gopfordammi, wo isch eigentli sMami weme Sie mol brucht??!?  

Am Morge am 5i simmer den scho wieder meh oder weniger wach gsi und den üs über dSchiessChatz lustig gmacht. Wo de Herr Doktor Stamm de Finger vode Tina den nomol verarztet het, isch ihm nüm so wohl gsi und hät sFröhlein in Spitol gfahre. De Schnitt het sich entzünd und de halb Finger het ka obersti Huutschicht me gha. Am 11i am Morge isch Tina den au scho wieder entloh worde us de „Metzgerei“ Fazit: De Arzt het nid gneit, will me als 6 Stund vergange gsi sind. Janu jetzt heisst eifach durebisse und 2 mol im Tag de Verband wächlä für di nögste 2 Wuche oder so..... Tina hät den au no Antibiotika übercho, dass sich nünt sött entzünde. (Leider machäd die Tablättä au extrem schlöfrig)

So wiiters im Takt, mir hend jo no sooo viel vor do in Kolumbie. Also ischs wiiters gange zude Flamingos. Mir hend e schöni Tour gmacht imne Einbaum-Kanu. Es hät ettlichi Flamingos idere Lagune gha. Die einte sind scho ziiimli rosa gsi und die andere nu ganz grau. Tina isch leider so müäd gsi, dass Sie nid viel devo mitübercho het.

Im nögste grösse Städtli hemmer üs den no iiteckt mit ganz viel Wasser und Süässigkeite für die nögste paar Täg. I da Gebiät womor do gönd, isch fernab vo jeglicher Zivilisation und dIndianer do machäd anschiinend all paar hundert Meter Strossebarriere wos Süässigkeite verlanged ( so isch üs das uf jedefall verzellt worde)

Die erst Nacht hend mir irgendwo im nirgendwo gschlofe wos nu Kaktus und Meer gha hät. Sisch traumhaft schön gsi. Aber wiäs halt so isch, läbäd au im Nirgendwo unglaublich viel Lüüt. Im halbstunde Takt hend üs die Iheimische bsuächt und alli hend üs Fisch abote. Mir hönd leider nu vom erste sAgebot agno, aber defür hend mir Süässigkeite verschenkt.

Am zweite Tag isch eigentli so äs richtige Abentüür loosgange. dFahrt an nördlichste Punkt vo Amerika. Mir sind dur die troche Gegend gfahre und hend immer mol wieder ä Strosseabsperrig gseh, wo aber nid in Betrieb gsi isch. Noch guät einere Stund sind den mol es paar Chind uftaucht wo Geld hend wele, nochdem mir ihne Süässigkeite abote hend, sind die aber zfriede gsi. Mir hend au no no recht viel sustige Iheimischi aatroffe wo mit em Töff, Velo oder zFuäss underwegs gsi sind, und do hend alli noch Wasser gfroged. (Hetted mir doch liäber Wasser anstatt Süässigkeite sölä chaufe???!!!)
üsi super Holzbrugg
Irgendwenn sind mir den mol a de Punkt cho, wos total schlammig worde isch. Mir hend bereits scho gläsä gha das mä sich än eigene Wäg muä süächä, wils immer mol wieder recht sumpfig chan werde a gwüsse Stelle. Noch dem mir üs mol so richtig iigsumpft hend und üs logischerwiis wieder befreit hend, ischs los gange en Weg zfinde. Anderhalt Stund sind mir umägfahre und hend eifach nünt gfunde wos ka Schlamm gha het. Churz bevor mir hend wele ufgeh und umchere hemmer üsen Müät zämä gno und hend so viel Holz wiä möglich gsuächt (Was nid sehr liächt gsi isch) und sind mit riesem Aalauf über üsi Brugg gfahre. Natürli hemmer das gschafft und sind wiiters richtig Norde gfahre. Churz druf traued mir üsne Auge nid, hinder üs fahred üsi Brasilianer Kollege dAna und de Rodrigo. Natürli isch Ihre Fiona (Toyota Hilux) nid ä biz dreckig. Wie mir den aber au gseh hend, hönd sich die 2 en Guide gmieted, wo de genau Wäg kännt hät. .... Pffff wo bliibt den do sAbentüüür? Mir hend ihne denn chönä nohrfahre bis zum nördlichste Zipfel. Aber mir sind dene also fasch nid nohrcho. Dezuä hät de Marco mit jedem Gerumpel e schlächters Gwüsse übercho, will Tina amig gschraue het vor Schmärzä i de Hand. Am nögste Morge hend mir üs den nomol verabschieded vo üsne 2 Fründe wo wiiters richtig Venezuela gfahre sind. Mir hend die schön Gegend do obe no en Tag länger wele gnüsse.
DSchönheit vo dem Fläck Ärdä isch nid grad uf de erst Blick zgseh. Me muä scho gnauer anäluägä. Die guätä 44 Grad sind für gwüss viel Persone zheiss do (wie au üs) aber de Wind bringt e bizli Abchuälig.
Weme id Steppe usäluägt, gseht mä vor allem Geisse, Esel und au Schofe. Aber was do au git sind Geisofe. Do paared sich au Geisse und Schöf! Mir hend üsne Auge zersch nid glaubt, aber en Iheimische het üs den gseit dass es do gang und gäb seg das die sich paared. Schön für die :) Mir hend au wahnsinnig schöni Gekos und Schlange gseh.
das isch e riese Villa gegenüber de andere Hütte
am nördlichste Punkt vo Südamerika
DBrasilianer hend üs no verzellt, dass vor 2 Wuche 2 Spanioggel kittnappt worde sind i dere Gegend. Drum häts au vermehrt Militär umä (hend mir bis jetzt no kein einzige gseh). Üs Beidne isch den prötzlich au gar nüm so wohl gsi. Nid das mir jetzt mega schiss gha hetted, aber halt Respekt vor de FARK. Mir hend üs den e schöns Plätzli ab vo allne Iiheimische Dörfer gsuächt. Irgendwo hindere Düne hemmer de Boudi versteckt und hend den au grad no chli FKK gspielt. Aber natürli au do isch me niä älei! Gegä Obed sind dutzendi Eseli cho mit leere Wasserbidos drufgschnüred und de Hirte. Schnäll sind mir au wieder akleided gsi hihihihi. Natürli hend mir genau dört üses Zelt ufgschlage wos en Brunne versteckt gha het.
Nochere ziemli windige Nacht hend mir üs früäh am morge wieder uf de Weg id Zivilisation gmacht. Natürli hend mir wieder genau ade gliiche Stell müäh gha zum de Schlamm überquere. Leider hät grägnät gha und drum no meh Matsch bildet. Aber au das hend mir gschafft und sind gegä Obäd in El Cerrejon acho.
Fazit: Wasser hemmer fasch ka me gha, däfür no kilowiis Süässigkeite.

El Cerrejon isch es grösst Kohle Tagbau Gebiet vode Welt, und so ä Tour hend mir üs natürli nid wele entgoh loh für am nögste Tag. Gegä Oböd sind mir den no id Dörfli gange. Sisch nid lang gange do hend mir duzendi Chind um üs umä gha.  Und sisch au nid lang gange, do hömmer scho de erst Jurnalist um üs gha wo ä Interview hät welä. A de Mine vom Jurnalist, hemmer gmerkt, dass mir nid immer alli Froge richtig verstande hend, aber mir hend üses beste geh :) . E halb Stund spöter isch den au scho es Fernseh um üs umägstande und hät üs wele interviewä. Eigentli hemmer dankend abglähnt, wil üses spanisch jo nid würkli so sattelfest isch, aber de Schangli het den gmeint, dass mir guät au uf englisch chönd antworte. Also guät, die erst Frog hemmer schomol nid verstande wasor meint, bide 2 Frog hät dTina den schön brav uf englisch gantworted, aber wie mor gmärkt hend, hät de Schangli ka bizli englisch chönä und drum ide nögste Froog nomol da gstellt womor eignetli scho beantworted hend. Sisch den stockend wiiters gange. Tina hät mol no vo Südafrika verzellt, anstatt vo Südamerika, und de Marco hät mol no Capron anstatt Carbon gseit. Capron isch glaubs ä Fluächwort und Carbon heisst Kohle.... Janu gäll mir hends versuächt. Do dezuä momä no sägä, dass de Boudi no niä so dräckig gsi isch wiä zu dem Ziitpunkt und mir scho sit längerem nüm richtig dusched gha hend. Üsi Kleider sind gstande vo Dreck und mir hend gstunke :) Aber hauptsach im Färnseh gsi jupiiii!!
Am nägste Morge sind mir den die Führig go machä. Es wär bestimmt sehr informativ gsi was die Lady verzellt hät während de stündige Tour, nu leider isch üses spanisch halt doch nid so guät zum dem allem zfolge. Aber de Marco hend trotzdem sehr beiidruckend gfunde. Tina hät wäg ihrne Tablette fasch die ganz Ziit pfüserlet.






























1 Kommentar :

  1. Macht Spaß euer Abenteuer hier zu verfolgen :) Weiterhin alles gute...

    AntwortenLöschen