Cartagena
Schnell hend mir gmerkt, dass
es Backpacker-Läbä nünt für üs isch. Zu viel Reisendi, zu viel Lärm, zu viel
Droge und vor allem zu viel Gestöhne us de Dorms (und zwor so richtig luuts
gestöhne), und was au immer. Scho noch nur einere Nacht hend mir üs sehnlichst
noch em Boudi gsehnt. Mir hend üs
au immer wieder gfroged, was eigentli die Backpacker-Touriste so machäd de ganz
Tag. dHelfti vom Hostel sind fascht de ganz Tag vor em Computer ghocked. Erst
gegä Obed gönds den in Usgang und betrinked sich. Also nid dass da schlächt
isch oder so, aber so gsehnds jo gar nünt vom Land? Naja, jedem das seine.
Mir sind uf jedefall grad am
morge noch üsere Akunft in Kolumbie es schöne Altstädli go aluägä. Und es isch
würkli sehr sehr schön. Es hät renovierti Altstadthüser und den no so halb
verfalleni. Es hät än ziemliche scharm da Cartagena. Au wänns vilicht nid ganz
ad Altstadt vo Schaffuuuse ane chunnt, hend mir üs trotzdem ganzi 4 Stund
ufghalte dört :) . Das heisst au, dass mir schowieder 4 Pünkt gsammlet hend für
die Wuche. Am Nomittag hend mir üs den au chli vo de PC ghäängt und alli Infos
für dWiiterreis abäglade. Und schwups ischs au scho wieder 7i gsi und ziit zum
go ässä.
Mir sind chli dur dStrosse vom
Backpackerquartier zoge und hend üs e feins Empenada gönnt. Also eigentli nur
dTina, will de Marco immerno mit sinere Octopuss-Vergiftig kämpft het. So chli
wie die Stadt isch, hemmer den au no grad üsi Bootsfründe wieder troffe und no
eis , 2 , 3 Bierli trunkä. So wiä sichs halt au ghört.
Die nögste 2 Täg hend mir den
no dNeustadt in agriff gno und dFestig wo grad um de Egge glägä isch. Naja,
alläs guät und rächt gsi, aber mir hend schlussendli nümm gwüsst was mir mit de
wiitere Täg söläd aastelle womor no ohni Boudi müänd uscho. Aber mir hend den
no 2 Schwiizerinner kenne glernt und no viel mit ihne pläuderlet. Und den sind
jo au no die 2 Brasilianer zu üs is Hostel cho, und dZiit isch irgendwiä
vergange.
Wie ihr merked, isch bi üs nid
immer voll was los, aber und zuä chas halt au mol chli langwiiiliger werde.
dProzedur zum de Boudi us em
Gfängis zbefreie isch en rächtä Chrampf gsi, und mir sind sau froh, chönd üsi
Containerpartner so guät spanisch.
Gottefroh sind mir i üsen
Boudi gstiege und miteme riese Smile richtig Norde gfahre. Befors richtig Süde
goht, wemmer jetzt nämmli zersch no an nördlichste Punkt vo ganz Südamerika.
Kolumbien, das Land von
Kokain, Kanabis und Kackhüüfe?
Mir sind bis am obed am 10i
richtig Santa Marta gfahre und hend den üses Zelt ufeme schöne grosse Parkplatz
ufgschlage. De Secutity Maa het den no recht lang mit üs pläuderlet bis mir
todmüäd is Bett gheit sind. I de Nacht het sTindli den müäsä ufs WC und isch
über us em Zelt gstige. Irgendwie het Sie den de Ring anere Schruube iighengt
und isch abägheit. Churze Schmerz und en Ring hät tönt wiänor am Bode gheit
isch. Sie hät den mol recht gschraue, so dass de Marco verwached isch und den
het Sie ihren Finger agluägäd...... De bsorgt Marco hät no gfroged öb alles in
Ornig seg... Tina hät nu no gseit alläs okee nid schlimm und denn isch sie in
Ohmacht gheit. De Marco natürli wie de blitz zum arme Tindli grennt und Sie
pflegt. Tina hät den irgendwenn mol is Hösli brünzled (Sie het jo so dringend
müäsä ufs Klo) und dummerwiis het sie den grad au no en Kackhuuufe anegsetzt.
Und zwor nid nu so än chline, sondern so als het sie sit 2 Wuche nid chönä
schiesse! De arm Marco häts fasch gsträhläd wonor da gsh hät. Und da klein Tina
jo immerno so halbtod dooglägä isch hät är no müäsä ihres Füdlä butze, und das
het so usgseh: Er hät ä Gallone Wasser gholt und immerwider as Füdli
anegsprützt und zwüscheddure mit ihrne Trainerhose abbutzt wa gange isch.
Irgendwenn isch den Tina mol wieder im Stand gsi zum ufhocke und de Marco hät
ihre de Finger verarzted. Shät jo ä Saniät 200 meter äwäg gha, aber Tina hät
nid wele goh.... Irgendwie het de Marco sverschissne Tindli den wieder is Bett
uä brocht und beidi hend probiert wiiterschlofe. Nu leider hät Tina so mega
Schmärze gha, dass Sie noch numä 15 Minute het müäsä Chötzle. De Herr Doktor Marco
Stamm hät grad no möge de Riisverschluss ufmachä, das au joo nünt is Zelt iä
tröpflet......Irgendwenn het den dTina luut aafange lachä und gseit: Gopfordammi,
wo isch eigentli sMami weme Sie mol brucht??!?
Am Morge am 5i simmer den scho
wieder meh oder weniger wach gsi und den üs über dSchiessChatz lustig gmacht.
Wo de Herr Doktor Stamm de Finger vode Tina den nomol verarztet het, isch ihm
nüm so wohl gsi und hät sFröhlein in Spitol gfahre. De Schnitt het sich entzünd
und de halb Finger het ka obersti Huutschicht me gha. Am 11i am Morge isch Tina
den au scho wieder entloh worde us de „Metzgerei“ Fazit: De Arzt het nid gneit,
will me als 6 Stund vergange gsi sind. Janu jetzt heisst eifach durebisse und 2
mol im Tag de Verband wächlä für di nögste 2 Wuche oder so..... Tina hät den au
no Antibiotika übercho, dass sich nünt sött entzünde. (Leider machäd die
Tablättä au extrem schlöfrig)
So wiiters im Takt, mir hend
jo no sooo viel vor do in Kolumbie. Also ischs wiiters gange zude Flamingos.
Mir hend e schöni Tour gmacht imne Einbaum-Kanu. Es hät ettlichi Flamingos
idere Lagune gha. Die einte sind scho ziiimli rosa gsi und die andere nu ganz
grau. Tina isch leider so müäd gsi, dass Sie nid viel devo mitübercho het.
Im nögste grösse Städtli
hemmer üs den no iiteckt mit ganz viel Wasser und Süässigkeite für die nögste
paar Täg. I da Gebiät womor do gönd, isch fernab vo jeglicher Zivilisation und
dIndianer do machäd anschiinend all paar hundert Meter Strossebarriere wos
Süässigkeite verlanged ( so isch üs das uf jedefall verzellt worde)
Die erst Nacht hend mir
irgendwo im nirgendwo gschlofe wos nu Kaktus und Meer gha hät. Sisch traumhaft
schön gsi. Aber wiäs halt so isch, läbäd au im Nirgendwo unglaublich viel Lüüt.
Im halbstunde Takt hend üs die Iheimische bsuächt und alli hend üs Fisch abote.
Mir hönd leider nu vom erste sAgebot agno, aber defür hend mir Süässigkeite
verschenkt.
Am zweite Tag isch eigentli so
äs richtige Abentüür loosgange. dFahrt an nördlichste Punkt vo Amerika. Mir
sind dur die troche Gegend gfahre und hend immer mol wieder ä Strosseabsperrig
gseh, wo aber nid in Betrieb gsi isch. Noch guät einere Stund sind den mol es
paar Chind uftaucht wo Geld hend wele, nochdem mir ihne Süässigkeite abote
hend, sind die aber zfriede gsi. Mir hend au no no recht viel sustige
Iheimischi aatroffe wo mit em Töff, Velo oder zFuäss underwegs gsi sind, und do
hend alli noch Wasser gfroged. (Hetted mir doch liäber Wasser anstatt
Süässigkeite sölä chaufe???!!!)
| üsi super Holzbrugg |
Weme id Steppe usäluägt, gseht
mä vor allem Geisse, Esel und au Schofe. Aber was do au git sind Geisofe. Do
paared sich au Geisse und Schöf! Mir hend üsne Auge zersch nid glaubt, aber en
Iheimische het üs den gseit dass es do gang und gäb seg das die sich paared.
Schön für die :) Mir hend au wahnsinnig schöni Gekos und Schlange gseh.
| das isch e riese Villa gegenüber de andere Hütte |
| am nördlichste Punkt vo Südamerika |
Nochere ziemli windige Nacht
hend mir üs früäh am morge wieder uf de Weg id Zivilisation gmacht. Natürli
hend mir wieder genau ade gliiche Stell müäh gha zum de Schlamm überquere.
Leider hät grägnät gha und drum no meh Matsch bildet. Aber au das hend mir
gschafft und sind gegä Obäd in El Cerrejon acho.
Fazit: Wasser hemmer fasch ka
me gha, däfür no kilowiis Süässigkeite.
El Cerrejon isch es grösst
Kohle Tagbau Gebiet vode Welt, und so ä Tour hend mir üs natürli nid wele
entgoh loh für am nögste Tag. Gegä Oböd sind mir den no id Dörfli gange. Sisch
nid lang gange do hend mir duzendi Chind um üs umä gha. Und sisch au nid lang gange, do hömmer
scho de erst Jurnalist um üs gha wo ä Interview hät welä. A de Mine vom
Jurnalist, hemmer gmerkt, dass mir nid immer alli Froge richtig verstande hend,
aber mir hend üses beste geh :) . E halb Stund spöter isch den au scho es
Fernseh um üs umägstande und hät üs wele interviewä. Eigentli hemmer dankend
abglähnt, wil üses spanisch jo nid würkli so sattelfest isch, aber de Schangli
het den gmeint, dass mir guät au uf englisch chönd antworte. Also guät, die
erst Frog hemmer schomol nid verstande wasor meint, bide 2 Frog hät dTina den
schön brav uf englisch gantworted, aber wie mor gmärkt hend, hät de Schangli ka
bizli englisch chönä und drum ide nögste Froog nomol da gstellt womor eignetli
scho beantworted hend. Sisch den stockend wiiters gange. Tina hät mol no vo
Südafrika verzellt, anstatt vo Südamerika, und de Marco hät mol no Capron
anstatt Carbon gseit. Capron isch glaubs ä Fluächwort und Carbon heisst
Kohle.... Janu gäll mir hends versuächt. Do dezuä momä no sägä, dass de Boudi
no niä so dräckig gsi isch wiä zu dem Ziitpunkt und mir scho sit längerem nüm
richtig dusched gha hend. Üsi Kleider sind gstande vo Dreck und mir hend
gstunke :) Aber hauptsach im Färnseh gsi jupiiii!!
Am nägste Morge sind mir den
die Führig go machä. Es wär bestimmt sehr informativ gsi was die Lady verzellt
hät während de stündige Tour, nu leider isch üses spanisch halt doch nid so guät
zum dem allem zfolge. Aber de Marco hend trotzdem sehr beiidruckend gfunde.
Tina hät wäg ihrne Tablette fasch die ganz Ziit pfüserlet.
Macht Spaß euer Abenteuer hier zu verfolgen :) Weiterhin alles gute...
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